Rote Lastwagen im Logistikzentrum.

Von der Spedition zum Logistikdienstleister: 

Die Entwicklung der Karl Michels GmbH & Co. KG

Logistikdienstleistungen sind mehr als der reine Transport von A nach B. Was steckt wirklich dahinter und wie entwickelt man sich vom klassischen Transportunternehmen zum modernen Logistikdienstleister? Peter P. Stöcker (Geschäftsleitung) und Sebastian Kloft (Geschäftsführung) der Karl Michels GmbH & Co. KG geben Einblick. Das Unternehmen aus dem Westerwald blickt auf über 85 Jahre Geschichte zurück und hat in dieser Zeit einen bemerkenswerten Wandel vollzogen.

Was versteht man unter einem Logistikdienstleister?

Peter P. Stöcker: Ein Logistikdienstleister begleitet den Kunden nicht nur beim reinen Transport, sondern entlang der gesamten Wertschöpfungskette rund ums Gut. Das beginnt beim Transport, geht über die Lagerung und endet vielleicht beim Silieren, beim Umfüllen – je nachdem, was der Kunde braucht. Wichtig ist: Man denkt nicht in einzelnen Dienstleistungen, sondern in Kundenproblemen.

Sebastian Kloft: Und das Entscheidende ist, dass man diese Leistungen auch wirklich selbst erbringen kann, nicht nur vermitteln. Dafür braucht man die Infrastruktur. Den Fuhrpark. Die Lager. Die Anlagen. Das ist der Unterschied.

Was macht ein Logistikdienstleister wie Michels?

Sebastian Kloft: Die Grundlage von allem ist der eigene Fuhrpark. über 100 Fahrzeuge, darunter Sattelkipper, Silofahrzeuge, Walking-Floor-Auflieger und Tautliner. Ohne diesen Fuhrpark würde das Geschäft so nicht funktionieren. Auf dieser Grundlage kann Michels transportieren, aber eben auch lagern, silieren, umladen usw.

Peter P. Stöcker: Nehmen wir das Silieren als Beispiel. Silieren ist viel mehr als nur Einfüllen und das geht nur, wenn man auch eigene Silos hat. Wer keinen eigenen Silofuhrpark besitzt, kann diesem Service schlicht nicht anbieten. Auf dem Gelände in Meudt steht eine Stand-Silo-Anlage mit sechs Silos und einem Gesamtvolumen von 760 m³. Sie ist entstanden, weil die Nachfrage es so verlangt hat.

Sebastian Kloft: Ein Kunde kommt und sagt: „Ich brauche Lagerfläche und können Sie auch silieren?“ Perfekt, das machen wir. Dann sagt er: „Könnt ihr es danach zu einem bestimmten Ort liefern“ Ja. „Könnt ihr einen Container beladen und in Richtung Rheinhafen liefern “ Ja. Das ist das, was Michels ausmacht: In der Horizontalen denken und liefern.

Was unterscheidet einen Logistikdienstleister von einer klassischen Spedition?

Peter P. Stöcker: Michels erbringt die Logistikdienstleistung aus einer Hand – mit eigenem Fuhrpark, eigenen Lagern, eigener Stand-Siloanlage, eigener Werkstatt, eigener Reinigung. Das gibt eine ganz andere Kontrolle über Qualität, Verlässlichkeit und Flexibilität.

Sebastian Kloft: Der andere große Unterschied ist die Tiefe des Angebots. Eine klassische Spedition fährt von A nach B. Michels kann das Gut von A nach B transportieren, es einlagern, umschlagen, weiterverarbeiten und dann nach C bringen. Das ist eine andere Dimension und die schafft für Kunden echten Mehrwert, weil sie nicht fünf verschiedene Dienstleister koordinieren müssen.

Wie wurde aus einer Spedition ein Logistikdienstleister?

Sebastian Kloft: (lacht) Der Opa hat sich einen Kipper gekauft. Das ist der Ursprung. 1937, in Meudt, fing Karl Michels als selbstfahrender Unternehmer an – mit einem Kleinlaster, um Ton aus den heimischen Tongruben zur Bahnverladung zu transportieren. Damals gab es hier im Westerwald viele Tongruben, und der Ton musste z. B. zu Fliesen- und Keramikherstellern in ganz Deutschland.

Peter P. Stöcker: Dann kamen die ersten Anforderungen aus dem Markt. Man fährt Kipper – gut. Aber könnt ihr auch Silos fahren? Können wir. Also kam irgendwann ein Silo dazu. Und dann kommt die nächste Anfrage: Könnt ihr auch von Kipper in Siloauflieger umladen? Und vom Siloauflieger zurück in Kipper? Und plötzlich entsteht ein Dienstleistungsportfolio, das sich um die ursprüngliche Transportleistung herum aufbaut.

Sebastian Kloft: Das ist das Entscheidende: Michels hat sich nie strategisch hingesetzt und gesagt „Wir werden jetzt ein Logistikdienstleister. Dieser Wandel ist aus dem echten Marktbedarf heraus entstanden. Aus den Anforderungen der Kunden. Vom ersten Lagerhaus bis zum ersten Silierauftrag – da lagen über zwanzig Jahre dazwischen. Das sind gewachsene Strukturen.

Peter P. Stöcker: Der Fuhrpark ist dasselbe. Über 100 Fahrzeuge – das sind über siebzig Jahre Wachstum. Man kauft nicht einfach von heute auf morgen hundert Fahrzeuge. Das wächst mit dem Geschäft, genauso wie das Personal.

Ich suche einen Logistikdienstleister mit Transport und Lagerung – was bietet Michels?

Sebastian Kloft: Die Kombination aus Transport und Lagerung ist einer der stärksten Punkte. Auf unserem Gelände in Meudt gibt es mehrere Lagerhallen, eine Stand-Silo-Anlage mit sechs Silos und einem Gesamtvolumen von 760 m³, eine Schüttguthalle, eine Big-Bag-Füllanlage und eine Umladestation – alles auf einem Gelände, alles aus einer Hand. Ein Kunde, der sein Gut anliefern lässt, es zwischenlagert und dann weiterverteilt haben möchte, bekommt das bei Michels komplett.

Peter P. Stöcker: Und weil der eigene Fuhrpark vorhanden ist, ist das keine Blackbox. Man weiß, wann welches Fahrzeug verfügbar ist, man kann flexibel reagieren und die gesamte Kette wird selbst gesteuert.

Logistikdienstleister für Europa: Wie weit reicht das Netzwerk?

Sebastian Kloft: Meudt liegt strategisch sehr gut – nahe Köln und Frankfurt, mit direktem Anschluss an die A3 und indirekten Anbindungen an A5, A48 und A61. Die Binnenhäfen Bendorf, Koblenz und Andernach sind schnell erreichbar, ebenso internationale Drehkreuze wie Rotterdam und Antwerpen. Europaweit ist Michels seit Jahrzehnten unterwegs – das begann schon ab Mitte der 1960er-Jahre mit Fernverkehrstransporten.

Peter P. Stöcker: Michels ist heute nicht mehr die Lokalspedition. Das Denken und Liefern passiert europaweit – aber mit dem Vorteil des mittelständischen Dienstleisters: direkter Draht, klare Ansprechpartner, keine anonymen Call-Center.

Fazit: Logistikdienstleistung entsteht aus echten Kundenanforderungen

Was die Geschichte der Karl Michels GmbH & Co. KG eindrücklich zeigt: Ein Logistikdienstleister wird man nicht durch Selbstdefinition, sondern durch konsequentes Mitdenken mit dem Kunden. Die Kombination aus eigenem Fuhrpark, Lagerinfrastruktur, Silieranlagen und jahrzehntelanger Erfahrung in spezifischen Gütergruppen macht den Unterschied.

Wer einen Logistikdienstleister für Straßentransport, Lagerung und industrielle Güter in Europa sucht, findet in Michels einen Partner, der diese Leistungen nicht vermittelt, sondern selbst erbringt. Seit über 85 Jahren. Aus dem Westerwald. Für ganz Europa.

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Peter P. Stöcker - Geschäftsleitung, Vertrieb - Spedition Michels
Peter P. Stöcker
Management, Sales
Sebastian Kloft - Geschäftsführung - Spedition Michels
Sebastian Kloft
Management – Owner, 4th Generation